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Kategorie: Audio, Rundfunk und Frequenzen

Umstieg auf DAB+ vorantreiben

22.03.2018

Bild: Coloures-Pic/stock.adobe.com

Man werde die Regelungen zur Interoperabilität in §48 Telekommunikationsgesetz (TKG) angesichts der veränderten Anforderungen an den digitalen Hörfunk weiterentwickeln, um das Digitalradio als niedrigschwelliges Medium zu stärken, verkündete Heike Raab, rheinland-pfälzische Staatssekretärin und Bevollmächtigte beim Bund und in Europa für Medien und Digitales.

Neue Gesetzesinitiative geplant

Auf der Netzwerkveranstaltung DAB+ im Dialog in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz lies Raab durchblicken, dass eine neue Gesetzesinitiative geplant ist, die in Abstimmung mit dem Bund den §48 TKG neu fasst. Demnach sollen alle höherwertigen Radios künftig eine digitale Schnittstelle vorhalten. Beispielsweise für den Empfang von DAB+.

Ministerialdirektor Dr. Tobias Miethaner ergänzte: „An DAB+ führt kein Weg vorbei. Wir werden über das Digitalradio Board alle Akteure einbeziehen, um bei der Digitalisierung des Hörfunks Fahrt aufzunehmen. Dies gilt auch für Europa, wo wir uns für eine einheitliche Regelung zur Interoperabilität einsetzen.“

Fortschritte in der Digitalisierung des Rundfunks in Europa

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk setzt Hoffnung auf eine hybride Strategie für die Zusammenarbeit mit den Privaten. Der neu gewählte Vorsitzende des Vereins Digitalradio Deutschland und Intendant des Deutschlandradio Stefan Raue sagte: „ARD und Deutschlandradio bauen DAB+ und IP als Nachfolger von UKW auf. Es wäre doch schon sehr schade, wenn im künftigen On Air Wettbewerb keine Frequenz für altbekannte und beliebte Privatradios mehr übrig wäre, weil chancenorientierte Veranstalter diese bereits besitzen. Denn UKW wird es nicht mehr ewig geben.“

Im vergangenen Jahr wurden knapp 1,3 Millionen DAB+ Radios verkauft (2016: 1,2 Mio.); fast 40 Prozent aller Neufahrzeuge haben nun ein DAB+ Autoradio an Bord (2016: 21 Prozent). Bereits über 150 unterschiedliche regionale und überregionale Programme sind in Deutschland über DAB+ verfügbar. Beinahe 96 Prozent der Bevölkerung erreicht die Netzabdeckung. Die Autobahnen sind fast voll ausgebaut.

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