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Kategorie: Verbände

gfu-Studie: Bildschirmgröße Nummer-1-Kriterium bei TV-Kauf

02.07.2019

Die Bildschirmgröße nannten 52 Prozent der Befragten als entscheidenden Faktor – davon 60 Prozent Frauen und nur 46 Prozent Männer. Mit 44 Prozent folgt an zweiter Stelle der wichtigsten Kaufgründe der Smart TV mit Internetzugang (51 Prozent der weiblichen und 39 Prozent der männlichen Teilnehmer). Der drittwichtigste Grund – mit 39 Prozent – ist eine bessere Bildauflösung, was für beide Geschlechter gleich bedeutend ist. Platz vier belegt mit 27 Prozent eine bessere Ausstattung (31 Prozent bei den weiblichen und 24 Prozent bei den männlichen Befragten).

Größere Bilddiagonalen liegen im Trend

Ein OLED-TV gilt für 19 Prozent als Kaufgrund. Das ist allerdings für Männer mit 25 Prozent deutlich wichtiger als für Frauen mit nur elf Prozent. Auf Platz 6 kommt mit 18 Prozent der Ersatzkauf für ein defektes Gerät mit annähernd gleicher Verteilung unter den Geschlechtern.

Die gfu-Studie untermauert den Trend zu immer größeren Bilddiagonalen. So erwägen 25 Prozent den Kauf eines TVs mit einem Bild zwischen 48 und 55 Zoll (121 bis 138 Zentimeter), 30 Prozent würden ein Gerät mit 55 bis 65 Zoll (138 bis 165 Zentimeter) kaufen und 10 Prozent würden zu einem Gerät mit über 65 Zoll greifen.

Bei der Wiedergabe von Videostreaming und den Mediatheken der TV-Sender dominiert bei allen Altersgruppen mit insgesamt 84, beziehungsweise 82 Prozent der Befragten eindeutig der Fernseher. Für Videoportale wie zum Beispiel YouTube liegt das Smartphone eindeutig mit 36 Prozent vorn. Platz zwei belegt das TV-Gerät mit 24 Prozent. Dabei gibt es große Altersunterschiede. So bevorzugen 50 Prozent der 16- bis 39-Jährigen das Smartphone, während es nur 27 Prozent bei den 40- bis 59-Jährigen und nur 18 Prozent der über 60-Jährigen sind.

Konsumenten sind bereit mehr Geld auszugeben

Beim Thema geplante und tatsächliche Ausgaben für ein neues TV-Gerät zeigt sich eine Diskrepanz. Der Durchschnittspreis aller verkauften TV-Geräte liegt aktuell laut der Marktanalyse von HEMIX im 1. Quartal 2019 bei 576 Euro. Die Befragten der gfu-Studie gaben hingegen an, rund 1.018 Euro für das nächste Fernsehgerät ausgeben zu wollen.

„Die ersten Ergebnisse unserer jährlichen gfu-Studie zeigen deutlich, dass Industrie und Handel den Konsumenten umfassend informieren müssen, damit die technischen Innovationen und ihr Mehrwert auch verstanden werden und zu Kaufanreizen führen. Bei den Kaufgründen ist Smart-TV von Platz 3 auf 2 vorgerückt, hinter dem großen Bild, das Platz 1 verteidigt hat. Für Bewegtbild-Inhalte bleibt ein großer Fernseher die erste Wahl. Allerdings bietet der Markt, wie unsere Studie zeigt, mehr Umsatzmöglichkeiten. Industrie und Handel gelingt es offenbar nicht, die Ausgabebereitschaft der Konsumenten in vollem Umfang abzurufen. Dass die Konsumenten im Schnitt bereit sind, rund 75 Prozent mehr für ein TV-Gerät auszugeben, entspricht immerhin einer Differenz von 442 Euro zum aktuellen Durchschnittspreis“, betont Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu.

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